Förderstatus AKW Naunhof
Die “regionale Unbedeutsamkeit” wurde der Kranwerksinitiative mehrfach bestätigt. 
Unter dem Suchbegriff <NAUNHOF> platzieren realselektierende Web-Suchmaschinen wie Ecosia, Bing, Yahoo u.a.  das Kranwerk ganz anders.

abgestempel_klDas Kranwerk ist ein freies Kulturhaus und insofern einzigartig, da es ohne jegliche Förderung kommunaler, staatlicher oder europäischer Mittel rekonstruiert wurde und betrieben wird.

Die Existenz und der Betrieb des Kulturhauses Kranwerk stellen bisher nicht in Frage: Wozu brauchen Museen/Kultureinrichtung Subventionierungen aus Steuergeldern oder werden Konzerte/Lesungen bezuschusst, Kulturangestellte aus öffentlichen Mitteln in Lohn und Brot gehalten und die dazugehörigen Häuser kommunal erbaut und unterhalten?

TTIP_Kultursektor_200-150x150TTIP wird es tun.

http://blog.campact.de/2015/01/kulturszene-fuerchtet-ttip-ceta

Die Abkommen TTIP und CETA bedrohen die Vielfalt in Kunst, Musik, Film, Literatur und Theater.

Kultur-Faktur gGmbH (2008 bis 2011)
& Kultur-Faktur e.V. (seit April 2012)


Ablehnung Förderung 2009_kl06Als wir 2007 das Kranwerk übernahmen, wurde der Öffentlichkeit und dem Kultursekretär des Kulturraumes (KR) das Kranwerksprojekt vorgestellt. Beide Institutionen wurden als freie Förderer des AKW Naunhofs geschaffen. Unbeeindruckt von der nötigen Liquidation (Febr. 2011, Geld alle) der gemeinützigen Kultur-Faktur GmbH gab es keinerlei Beweggründe eine Zuwendung in Höhe von 15000,- €/a zu gewähren. Nach der Schliessung wurde im Frühjahr 2012 der gemeinnützige Kultur-Faktur e.V. gegründet, mit derzeit 17 Mitgliedern bundesweit.

Wir baten lediglich um Hilfe bei der Installation eines Kulturhauses.

- April 2008 Erstes Treffen KR-AKW, Zitat Kultursekretär Schön:
                    
“Das Kranwerk müsste uns ein Jahr lang seine Förderwürdigkeit unter Beweis stellen, dann...”.

-
2008 Erster und bis dato (2015) letzter Besuch der “neuen” Kulturbeauftragten der Stadt Naunhof

- 2009 Besuch des damaligen Landrates Gey in Gefolge der Kulturprominenz:
                    
“... na, hier gibt’s ja noch viel zu tun”.Fördersignal_kl02

- 2010 Stadtratssitzung Naunhof
                     Stadträtin Ute Punar: “Es sei erstaunlich was die Kulturfaktur leiste.”
                    
Stadtrat Frank Mökel: “Kranwerksofferten kann nicht jede Stadt vorweisen.”
                    
Stadtrat Harry Eichhorn: “Dafür muss man kein Geld ausgeben.”

- 2012 Zweites Treffen KR & AKW, Zitat Schön (beisitzend Krümmel/Kuhstall e.V.):
                    
“Sie müssen uns schon gefallen...”
 

Der Kulturraum (LRA Lpz-Land) statuierte bis 2014 stoisch: das Kranwerk  bzw. Kultur-Faktur e.V. seien auch im siebten Jahr ihres Bestehens nicht förderwürdig.  Begründung des Kulturraumförderers: ”...keine regionale Bedeutung” . Seither wurde keine Förderung beantragt.

Das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP würde ein Haus wie das Kranwerk nicht tangieren, dafür aber alle im Land vorhandenen subventionierten Häuser zur Schließung zwingen. Dafür sammelten Kranwerker zum Quetschfest (Herbst 2014) 171 Stimmen und zum Frühlingsfest (2015) 65 Stimmen gegen TTIP in einer Campact-Kampagne. Keine einzige subventionierte Einrichtung in der Umgebung von Leipzig beteiligte sich daran!

 "Für die TTIP wäre nämlich eine deutsche Bühne gar nicht als staatliche Kulturinstitution sichtbar, sondern nur als subventionierter Wirtschaftsbetrieb. Ein Musicalunternehmer, der etwa am selben Ort tätig werden wollte, könnte ebenfalls Anspruch auf Subventionen in derselben Höhe erheben – in diesem Fall also Anspruch darauf, komplett staatlich finanziert zu werden. Die Alternative wäre wiederum nur, alle staatlichen Zahlungen einzustellen – also das Stadttheater zu schließen. Keine große oder kleine deutsche Bühne, schon gar kein Opernhaus, wäre auf sich gestellt lebensfähig"                       Quelle "Zeit-online" vom 12.6.2014

Standpunkt

Subventionen sind ein Solidarprinzip und kein Selbstverständnis.

Wir orientieren uns nicht am europäischen Selbstbedienungsladen für Superkonzerne, Fleischhändler oder
Biodieselgärtner. Für acht schöne Saisonen “Kranwerk”, danken wir unseren Besuchern.

Der Baum ist angewachsen - Danke
Heiko Guter

 

 

Marginale

Monika Grütters Kulturstaatsministerin
“Künstler sind dann gut, wenn Sie nicht gefallen müssen.”
oder
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/kultursubventionen-was-gefaellt-hat-schon-verloren-11697157.html


Auszug Kulturraumgesetz Sachsen(§ 3 SächsKRG):

Förderfähig sind grundsätzlich kulturelle Einrichtungen und Maßnahmen aller Sparten von regionaler Bedeutung.
Konkret heißt das, wenn ihnen
a) für das Selbstverständnis und die Tradition der jeweiligen Region ein
   spezifischer, historisch begründeter Wert oder
b) ein besonderer Stellenwert für Bewohner und Besucher der jeweiligen Region oder
c) Modellcharakter für betriebliche Organisationsformen, insbesondere
   bei den Voraussetzungen für eine sparsame Wirtschaftsführung, oder
d) eine besondere künstlerisch-ästhetische oder wissenschaftliche
     Innovationskraft zukommt. 

Eine Förderung durch den Kulturraum ist grundsätzlich von der Beteiligung der Sitzgemeinde abhängig und somit zwingende Voraussetzung für die finanzielle Unterstützung einer kulturellen Einrichtung oder Maßnahme durch den Kulturraum.